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Gute Paartherapeut:innen sucht und findet man, indem man zunächst den PC ausschaltet oder Handy oder Tablet beiseitelegt.
Und indem man das eine und andere weiß und beherzigt
- Bitte starten Sie keine Suche, ohne sich zuvor über einige Dinge klar geworden zu sein. Deshalb kommen wir gleich zu
- Machen Sie sich Ihr bevorzugtes Heißgetränk (nichts Kaltes, auch nicht im Sommer, wenn es schweineheiß ist).
Warme Getränke haben im Gegensatz zu kalten einen ausgleichen Effekt auf Ihr ohnehin angeschlagenes Nervenkostüm (Beziehungsprobleme können so was von zermürben!). - Wählen Sie für eine Besprechung einen Platz aus, an dem Sie gut handschriftlich Stichpunkte notieren können, und bitte so, dass Sie weder nebeneinander noch sich direkt gegenüber sitzen.
Am besten wäre ein Sitzen über eine Ecke, so dass Sie sich sehen können, aber Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner nicht ständig ins Gesicht schauen müssen. - Vereinbaren Sie, dass Sie für die Zeit Ihrer Suche als Team auf sachlicher Ebene zusammenzuarbeiten. Auch wenn Sie sich wegen Ihrer Probleme vielleicht überhaupt nicht grün sind, verfolgen Sie dennoch ein gemeinsames Ziel:
Den oder die geeignete Person für Sie zu finden. - Besteht in der jetzt von mir vermittelten Erkenntnis:
Gute Paartherapeut:innen gibt es viele.
Aber welche sind die richtigen für Sie?
Diese Frage und die Antworten darauf beeinflussen maßgeblich die Art und Weise, wie Sie suchen!
Dazu machen Sie sich, so mein Vorschlag, eine Checkliste, die folgende Fragen und die Möglichkeit für eine kurze Antwort enthält:
a) Wollen Sie lieber eine Frau oder einen Mann?
Bevor Sie schnell antworten: „Ist eigentlich egal.“, geben Sie sich bitte etwas Zeit, noch einmal darüber nachzudenken, oder besser: darüber nachzufühlen.
Wir Frauen sind es ja seit jeher gewohnt, die untere „Etage“ von Männern begutachten zu lassen. Lange Zeit hatte es keine Gynäkologinnen gegeben.
Auch heute noch gehen viele Frauen zu Gynäkologen. Ganz selbstverständlich.
Aber wie ist es bei Männern? Gehen Männer genauso selbstverständlich zu Männerärztinnen (Androloginnen)?
Inzwischen ja. Aber ich will das Thema gar nicht vertiefen – es soll nur ein Gedankenanstoß sein.
Bitte erlauben Sie es sich, ohne Vorbehalte für sich festzustellen, ob Ihnen eher eine Frau oder ein Mann zusagen würde.
Oder …
… wie stehen Sie zu einer Person, die eine Geschlechtsumwandlung hinter sich hat oder sich beispielsweise als non-binär, also weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt, auch wenn äußere Merkmale eine klare Zuordnung ermöglichen?
Diese Menschen gehen offen mit ihrer (neuen) Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung um. Sie werden es auf ihrer Website lesen.
Eine persönliche Meinung:
Solche Paarbegleiter:innen können sich gemäß meiner Einschätzung besonders gut in beide Partner:innen einfühlen.
Ich selbst habe deutlich hervortretende männliche Anteile. Nicht körperlich, aber in anderer Hinsicht. (Kommt übrigens häufiger vor – auch umgekehrt.)
Und ich kann sehr gut mit Männern in Einzelgesprächen und in einer Paarbegleitung arbeiten.
Würde ich, vorausgesetzt ich wäre Single, durch irgendeinen Umstand mein Gedächtnis verlieren, in meinen Körperempfindungen blockiert sein und keine Möglichkeit haben, mein Spiegelbild zu sehen, etwa weil ich mich zunächst nicht bewegen kann:
Vermutlich könnte ich gefühlsmäßig nicht bestimmen, ob ich ein Mann oder eine Frau bin. Genauso wie ich, wieder ein Single-Dasein vorausgesetzt, keine Schwierigkeiten hätte, mir vorzustellen, heute noch eine Frau zu sein und schon morgen als Mann weiterzuleben.
Und:
Ich bilde mir tatsächlich ein, mich in beide Seiten – Frauen wie Männer – in etwa gleich gut hineinversetzen, sie in ihren Anliegen, Bedürfnissen, Wünschen und (unerkannten) Sehnsüchten verstehen zu können.
Aber wie auch immer und wen Sie bevorzugen:
Ihre Gedanken und Gefühle bedürfen keiner Rechtfertigung. Das wäre in etwa vergleichbar mit dem Versuch zu begründen, warum Sie lieber in die Berge fahren als ans Meer. Oder warum Grün Ihre Lieblingsfarbe ist statt Rot oder Blau.
Jedes vorgebrachte Argument kann etwas für sich haben.
Aber ist es geeignet, einen anderen Menschen von Ihrer Vorliebe bzw. Abneigung zu überzeugen, wenn dieser Mensch einfach eine andere Vorliebe/Abneigung hat und diese seinerseits stimmig darlegt?
Oder wenn er oder sie etwas ratlos mit den Schultern zuckt und sagt:
„Ich habe keine Ahnung, warum es so ist. Es ist halt so. Ich kann’s nicht ändern.“
Da kann man jetzt natürlich einhaken und alles aufbieten, um mit eigenen Argumenten als „Sieger:in“ vom Platz zu gehen.
Bitte tun Sie’s nicht! Das geht schief!
Solche „Meine Vorstellung/Vorliebe ist besser als deine“-Überzeugungsversuche sind fabelhafte Möglichkeiten, sich so richtig in die Haare zu kriegen und auch, meist unterschwellig und unbewusst, Machtspielchen zu spielen.
Kennen wir doch alle, oder nicht?!
Aber in aller Regel kommt nichts Gescheites dabei heraus.
Wichtig ist nur, dass für Sie klar ist:
Bei der Wahl einer Paarbegleiterin oder eines Paarbegleiters geht es, wenn wir das Geschlecht als eines der Auswahlkriterien heranziehen, um persönliche Präferenzen. Diese müssen nicht erklärt und mit Argumenten verteidigt werden.
Was aber tun Sie, falls Sie und Ihr Partner oder Ihre Partnerin unterschiedliche Präferenzen haben?
Dann hilft nur das Auslosen. Lassen Sie ganz banal den Zufall entscheiden.
b) Sofern Sie kein Online-Angebot annehmen wollen bzw. die/der von Ihnen bevorzugte Paarbegleiter:in nicht online arbeitet:
Welchen Fahrtaufwand sind Sie bereit, auf sich zu nehmen?
Wie viel Zeit Sie auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zubringen wollen und können, hängt von mehreren Bedingungen ab wie Ihre Berufstätigkeit, Beaufsichtigung der Kinder, sonstige Verpflichtungen usw.
Ich empfehle Ihnen, sich für diesen Punkt sorgfältig und ausführlich zu besprechen.
Sind Sie stark eingebunden und ringen um jede Minute, wäre eine etwas weitere Fahrt – darunter verstehe ich eine halbe Stunde einfacher Weg – schwer zu überlegen.
Immer mit einzukalkulieren sind auch unplanbare Behinderungen, so dass Sie nicht zu knapp das Haus verlassen sollten.
Aus einer halben Stunde Fahrt wird, mit zeitlichem Puffer, schnell mal eine dreiviertel Stunde und mehr. Das Ganze dann mal zwei.
Gut möglich, dass einem das bald zu viel wird.
c) Wie erkennen Sie, ob jemand qualifiziert ist? Oder nur so tut?
Das ist das Schwierigste bei Ihrer Suche!
Einige Hinweise gebe ich Ihnen bereits in meinem Beitrag Augen auf!.
Weitere Hinweise lesen Sie hier nicht, dafür unterstütze ich Sie auf anderem Wege.
Der Hintergrund:
Ich möchte verhindern, dass aus meiner Sicht zweifelhafte Anbieter:innen „Korrekturen“ an ihren Websites vornehmen, was letztlich nur die Über-mich-Angaben und die Ausführungen in den Texten, aber nicht die Kompetenz und die Grundhaltung verändert.
Denn natürlich sieht man sich regelmäßig auf den Markt um, wer da so alles an Mitbewerber:innen (noch) aktiv und auch neu am Start ist!
Ursprünglich hatte ich vor, ein Dokument zum kostenfreien Versenden per Mail zu erstellen, bin dann aber davon abgekommen.
Eine neue, die Identität verschleiernde E-Mail-Adresse kann man sich schnell besorgen, um zu schauen, was die Kiegeland als No-Go-Punkte listet.
Deshalb mein Vorschlag:
Rufen Sie mich bitte beide in der kostenfreien Sprechstunde oder, wenn es eilt, auch zu anderen Zeiten an und halten Sie einen Stift und einen Notizblock bereit. Ich vermittle Ihnen telefonisch, worauf Sie besonders achten sollten.
Und wenn Sie nach Ihrer kleinen „Schulung“ trotzdem über Ihre Auswahl unsicher sind, nenne ich Ihnen die Bankverbindung eines Tierschutzvereins.
Auf dieses Konto überweisen Sie bitte pro von mir zu prüfender Website 15 Euro (bitte maximal drei Websites). Vom Verein bekomme ich zeitnah eine Info über den Zahlungseingang.
Sobald Sie mir die Web-Adressen gemailt haben, nehme ich einen Check vor und gebe Ihnen innerhalb von zwei Tagen (Wochenende inklusive) per Mail oder, wenn ich dies für besser halte, telefonisch Bescheid.
Noch die berühmte Anmerkung am Rande
Die Vorstellung
Eine Website auf der ersten (Google-)Seite, möglichst noch auf den obersten Plätzen und mit positiven Rezensionen = grundsätzlich ein Top-Angebot!
trifft genauso viel oder wenig zu wie die Vermutung, dass sehr hohe Preise für Produkte oder Dienstleistungen ein Nachweis dafür sind, besonders hochwertig zu sein.
Solchen und weiteren meist unbewussten Schlussfolgerungen, siehe auch die Bücher des US-amerikanischen Sozialpsychologen Prof. Robert B. Cialdini, unterliegen wir häufig.
Dafür, dass Websites (irgendwann) ganz oben mitspielen und ihren Rang halten, muss viel getan werden – außer, man hat gewissermaßen „Hausrecht“, weil man schon lange auf dem Markt ist.
Der Algorithmus, der eine Website unter den ersten Positionen platziert, kann jedoch nicht über tatsächlich vorhandenes fachliches Knowhow, über perfekten Service und weitere wesentliche Faktoren im Sinne von Klientinnen und Klienten entscheiden.
Das merkt man insbesondere dann, wenn man sich einmal etwas genauer auf einer Website umsieht und sich mit dem Psychomarkt auskennt.
Ganz oben landet auch, wer generell oder zeitweise dafür bezahlt. Da lesen wir dann Gesponsert oder Anzeige.
Nur ein Beispiel:
Eine Paartherapeutin in Augsburg, die seit ca. eineinhalb Jahren mit ihrer Website online ist, muss diese Möglichkeit punktuell nutzen – weil viele Ratsuchende leider auf Google-Seite 1 bleiben und nicht auf den nächsten zwei, drei oder gar weiteren Seiten nach einer geeigneten Begleitung suchen.
Sie gefällt mir, soweit ich das ohne direkten Kontakt zu ihr einschätzen kann, mit Blick auf ihre Erfahrung und ihre Aus- und Weiterbildungen und auch ihren „Sympathiefaktor“, sehr gut.
Aber sie schafft es ohne bezahlte Anzeige nicht auf Seite 1 (Stand: 28.02.2026).
Das ist schade!
Denn ich würde sie gern dort sehen und ihr eine der oberen Positionen wünschen.
Ebenso eine Paartherapeutin, die leider innerhalb einiger Monate von Google-Seite 1 auf Seite 2 abgerutscht ist. Sie ist seriös ausgebildet und – jedenfalls nach meinem Empfinden – überaus sympathisch.
Was man als Ratsuchende verständlicherweise nicht bedenkt
Gut arbeitende Anbieter:innen werden weiterempfohlen und haben sich vielleicht auch andere Möglichkeiten erschlossen, um Klient:innen auf sich aufmerksam zu machen.
Da erscheint dann eine super-suchmaschinenoptimierte Website und ein Platz auf Google-Seite 1 nicht (mehr) als so wichtig.
Die Website selbst ist nach wie vor von Bedeutung, dient aber mehr der Information denn als unverzichtbares Werbeinstrument im Internet.
Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auf den Google-Seiten 2, 3, 4 usw. wahre Paarbegleitungs-„Schätze“ zu finden sind.
Mein Tipp, den Sie auch auf meiner Startseite unter PS lesen können:
Suchen Sie unbedingt über Google-Seite 1 hinaus!
